Kongress bestätigt Wirkung von Heilpilzen

Dr. med. Dorothee Bös
Dr. med. Dorothee Bös

Medizinisch wirksame Pilze werden mittlerweile weltweit zur Linderung vieler Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Die hohe Wirksamkeit von Heilpilzen wurde nun in einem internationalen Kongress in Kolumbien erneut bestätigt. Dr. Dorothee Bös berichtet für das in Limeshain ansässige Institut MykoTroph über neueste Erkenntnisse.

 

Internationale Experten

Die Heilpilzkonferenz findet alle zwei Jahre in wechselnden Gastgeberländern statt. Initiator ist der heute 85-jährige Shu Ting Chang. Nach dem Geheimnis für seine Fitness in diesem hohen Alter gefragt, meinte er „I eat mushrooms. Mushrooms are a great medicine – you look younger and live longer“. Heilpilze helfen uns gesund zu bleiben und sorgen wegen der vielen Antioxidantien für eine verzögerte Hautalterung. Außerdem haben einige Pilze eine kollagenstimulierende Wirkung. Diese Wirkung nutzen mittlerweile zahlreiche Kosmetikfirmen und integrieren Pilzbestandteile in ihre Cremes.

Schwerpunkt Autoimmunerkrankungen

Heilpilze haben in der südamerikanischen Naturheilkunde – ähnlich wie in Asien – eine lange Tradition. Besonders bekannt ist der aus Brasilien stammende Agaricus blazei murill, kurz ABM genannt. Auf dem Kongress in Kolumbien wurde besonders die Wirkung des ABM bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie zum Beispiel Hashimoto erörtert. Der Arzt Walter Ardigò aus Italien, der mit Pulver vom ganzen Pilz arbeitet, stellte seine ansehnlichen Erfolge bei dieser Krankheit vor. In kurzer Zeit normalisierten sich bei den Probanden mit Hilfe des ABM sowohl die Antikörper, als auch die Schilddrüsenhormonwerte. Diese Beobachtung decke sich mit den Erfahrungen des Instituts MykoTroph, so Dr. Bös. Der ABM sei ohnehin ein hochinteressanter Pilz, wenn es um das Thema Autoimmunerkrankungen geht. Auf ganz schonende Weise reguliert er effektiv das Immunsystem unseres Körpers und bringt es wieder in seine natürliche Balance.

Hohe Wirksamkeit

Viele eigene therapeutische Erfahrungen des Instituts MykoTroph wurden auf dem Kongress bestätigt. So wurde die Wirksamkeit zahlreicher Pilz-Inhaltsstoffe, wie sie besonders in Pilzpulverkapseln vom ganzen Pilz enthalten sind, wissenschaftlich belegt. Diese Wirkstoff-Vielfalt ist auch für die sogenannten adaptogenen Eigenschaften (engl. to adapt = anpassen) der Pilze verantwortlich. Sie passen ihre regulierende Wirkung unseren individuellen körperlichen Gegebenheiten an. Das gleiche Pilzpulver vom ganzen Pilz kann beispielsweise das Immunsystem anregen oder ein überaktives Immunsystem – wie bei Autoimmunerkrankungen – ausgleichen. Es unterstützt somit in intelligenter Weise und ganz natürlich unser Körpersystem. Pilzpulverextrakte dagegen können dies, aufgrund ihrer Einstofflichkeit, kaum. Ein kroatischer Forscher bestätigte darüber hinaus, dass Kombinationen mehrerer Heilpilze oft eine noch stärkere Wirkung haben, als ein einzelner Pilz.

Viele medizinische Anwendungsgebiete

Natürlich ging es bei diesem Kongress auch um die positiven Wirkungsmechanismen

der Heilpilze bei den weltweit drastisch zunehmenden Erkrankungen wie Krebs und Diabetes. Zahlreiche Inhaltsstoffe der Pilze greifen hier günstig in das Krebs- und

Stoffwechselgeschehen ein. Ebenso wurden auch in Pilzen enthaltene Antibiotika vorgestellt. Schließlich stammt ja das bekannte Penicillin aus einem Pilz. Im Zuge der zahlreichen Resistenzen gegen vorhandene Antibiotika kommt man immer mehr zurück zu den seit Jahrhunderten bekannten Heilmitteln und sucht in der Natur nach neuen Möglichkeiten. Die Heilpilze bieten eine Fülle davon.

ABM – Agaricus blazei murill

Der aus Brasilien stammende Agaricus blazei murill ist besonders wirksam bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse sowie Krebsleiden.

Reishi – Ganoderma lucidum

Der auch „Pilz des ewigen Lebens“ genannte Reishi ist einer der bekanntesten und am vielfältigsten einsetzbaren Heilpilze.

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