Pollenallergie und Heuschnupfen

 
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Pleurotus


Synonyme / Verwandte Begriffe

Allergien allgemein, Asthma, Allergischer Schnupfen,
Neurodermitis, Inhalationsallergie,
Tierhaarallergie, Hausstauballergie,
Nahrungsmittelallergie, Bitterstoffe, Bronchialasthma,
Medikamentenallergie, Chronisches Asthma, Entgiftung + Entschlackung, Erschöpfung, Fließschnupfen, Gesunde Darmflora, Kopfschmerzen, Kreuzallergie, Leaky Gut Syndrom, Lebensmittelallergie, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Saisonale allergische Rhinitis, Schlaflosigkeit,
Kontaktallergie, Stress,
Nesselfieber, Atemnot,
Atemwegserkrankungen

 

Allergie

Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe bezeichnet. Sie äußert sich in typischen Symptomen, die oft mit entzündlichen Prozessen einhergehen. "Pollenallergie" oder "Heuschnupfen" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die saisonale allergische Rhinitis. Bei dieser reagiert der Körper auf die Eiweiße von Pflanzenpollen. Sie ist in Deutschland die am häufigsten auftretende Allergieart.

Inhalt

  1. Situation und Symptome
  2. Krankheitsgeschehen
  3. Alternative Therapieansätze
  4. Heilpilze bei Allergien
 

1. Situation und Symptome

Anzahl der Betroffenen hoch und steigend

Allein in Deutschland leiden Statistiken zufolge mittlerweile zwischen 12 und 16 Millionen Menschen an einer Pollenallergie. Experten der allergologischen Fachgesellschaften nehmen an, dass die Zahlen zukünftig sogar noch weiter in Höhe klettern werden. So könne bis 2050 bereits jeder Zweite betroffen sein.

Als Ursachen für den Anstieg nennen sie unter anderem die weltweit steigenden Temperaturen. Diese führen zu einer deutlich verlängerten Pollensaison. Auch die durch den höheren CO2-Gehalt in der Luft vermehrte Pollenfreisetzung sei ein Grund. Zudem könne die Luftverschmutzung mit Feinstaub und die Ozonbelastung dazu führen, dass die Polleneiweiße stärkere Reaktionen auslösen.

Generell sind sich die Experten einig, dass der westliche Lebensstil – sowohl bei der Pollenallergie als auch bei allen anderen – ein wesentlicher ursächlicher Faktor ist.

Vielfältige Symptome

Die Symptome der Pollenallergie sind zahlreich. Im Vordergrund stehen gerötete, juckende und tränende Augen, Kribbeln und Kratzen in Nase und Rachen. Die Betroffenen leiden darüber hinaus unter angeschwollenen Schleim- und entzündeten Bindehäuten, verstopfter Nase und Fließschnupfen bis hin zu Bronchialasthma. Ebenso können Symptome wie Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit auftreten.

Die Bandbreite als auch die Intensität der Symptome variiert von Patient zu Patient. Bei vielen der Betroffenen sind die Beschwerden so massiv, dass ihre Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Der Griff zu chemischen Mitteln scheint dann oft unausweichlich.

Eine Alternative dazu sind natürliche, an der Ursache ansetzende Verfahren wie die Pilzheilkunde (Mykotherapie). Diese verwendet medizinisch wirksame Pilze – auch als Heilpilze bekannt. Die Erfahrung aus der naturheilkundlichen Praxis zeigt, dass Heilpilze die Symptome lindern und mittelfristig dafür sorgen können, dass sie sogar ganz ausbleiben.

Einteilung

Allergien beruhen auf unterschiedlichen Reaktionen im Körper. Für die Behandlung einer Allergie  sind die Reaktionswege ein wichtiges Kriterium. Die verschiedenen Allergietypen werden differenziert nach dem Reaktionsmechanismus, der Zeitspanne zwischen einem Allergenkontakt und dem Auftreten von Symptomen.

Die saisonale allergische Rhinitis gehört – wie übrigens rund 90 Prozent aller Allergien – zu den Typ-1-Allergien vom Soforttyp. Bei diesem Typ treten die Symptome direkt nach dem Kontakt mit dem Allergen auf und zwar innerhalb von Sekunden bis Minuten.

Pollenassoziierte Lebensmittelallergien

Zu den häufigsten Lebensmittel-Allergien im Erwachsenenalter gehören die pollenassoziierten Lebensmittelallergien. Diese sogenannten Kreuzallergien werden vor allem bei einer Allergie auf die Pollen frühblühender Bäume und Sträucher wie Birke, Erle oder Hasel beobachtet.

In diesem Fall reagieren die Betroffenen allergisch auf Nüsse und rohe Obstsorten wie Apfel, Birne, Pfirsich, Pflaume, Kirsche und auch auf Mandeln. Bei Beifußpollen-Allergikern sind Kreuzallergien ebenfalls keine Seltenheit. Beifuß gilt als Leitallergen für Kräuter- und Gewürzallergien. Auslösende Allergene sind dann häufig grüner und schwarzer Pfeffer, Chili, Tomate und Paprika. Am häufigsten tritt in Verbindung mit Beifußpollen eine Sellerieallergie auf.

Gleichzeitig sind aber meist auch Gemüse und Gewürze wie Karotte, Fenchel, Anis, Koriander, Liebstöckel, Kümmel, Petersilie und Dill sowie frische Kräuter wie Basilikum, Majoran, Oregano oder Thymian problematisch. Bei einer Allergie auf Gräserpollen haben sich Kartoffeln, Tomate, Soja, Erdnüsse und Weizen- sowie Roggenmehl als problematisch erwiesen.

2. Krankheitsgeschehen

Bedeutung der Immunglobuline E

Maßgeblich beteiligt an der allergischen Reaktion vom Typ 1 (Soforttyp) sind die Immunglobuline E (IgE-Antikörper). Sie kommen bei Gesunden nur in Spuren vor. Die Serumkonzentration beträgt 1/10.000 der IgG-Antikörper.

Die IgE-Antikörper sitzen auch auf der Oberfläche der Mastzellen, die überall im Körper und besonders in den Schleimhäuten zu finden sind. Die Mastzellen enthalten Histamin. Bindet das IgE ein Allergen, so veranlasst es die Mastzelle das Histamin in großen Mengen auszuschütten. Dies führt zu der typischen Symptomatik.

Ausgeglichene TH1-/TH2-Balance ist wichtig

Das TH1-/TH2- System reguliert die IgE-Bildung. Die TH1- und TH2-Zellen sind spezielle T-Lymphozyten, die T-Helferzellen. Sie übernehmen wichtige Funktionen im Immunsystem. So zum Beispiel für die Abwehr von in den Körper eingedrungenen Erregern und Toxinen, aber auch von Tumorzellen.

Das Verhältnis von TH1- zu TH2-Zellen kann entsprechend der aktuellen Abwehrsituation variieren. Beim gesunden Menschen ist es ausgeglichen und stellt sich nach Aktivierung des Immunsystems wieder ein.

Allergischer Durchbruch infolge intensivierter IgE-Bildung

Häufig sind die TH1-/TH2-Regulationsmechanismen jedoch unzureichend, ausgelöst zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten.

Kommt es dann zu einem Kontakt mit einem starken Allergen, kann dies das TH1/TH2- System aus der Balance bringen. Die Folge ist eine Verschiebung zu Gunsten der TH2-Immunantwort – ein sogenannter TH2-Shift. Das wiederum zieht eine intensivere und längere IgE-Bildung nach sich.

Dieser allergische Durchbruch erklärt, warum plötzlich eine intensive allergische Reaktion von einem Allergen ausgelöst wird, welches bisher problemlos vertragen wurde.

Ebenso können auch neuroendokrinologische Einflüsse eine erhöhte IgE-Bildung triggern. So nehmen neben Östrogenen vor allem die typischen Stresshormone wie Cortisol, Noradrenalin und DHEA einen Einfluss auf die TH1-/TH2-Balance. Insbesondere können durch Disstress bedingte niedrige Cortisolspiegel einen TH2-Shift nach sich ziehen. In der Folge kommt es dann zu einer erhöhten IgE-Bildung.

3. Alternative Therapieansätze

Ganzheitliche Therapiemöglichkeiten

Wichtig bei allen Allergiebehandlungen ist ein orthomolekulares Programm mit hochdosierten Nährstoffen. Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Zink haben sich als leicht antiallergisch erwiesen. Eine hohe Zufuhr dieser Stoffe hilft, die Mastzellen zu stabilisieren. Diese sind dann weniger in der Lage das Histamin – welches eine wesentliche Rolle im allergischen Geschehen spielt – freizusetzen. Gleichzeitig kann freigesetztes Histamin schneller wieder abgebaut werden.

Verbesserung des Darmmilieus: Eckpfeiler in der Allergietherapie

Eine physiologische Darmflora hat eine große Bedeutung in der Allergietherapie. Sehr empfehlenswert ist es, eine eventuell vorhandene Dysbiose auszugleichen. Hierzu gehört die Wiederherstellung der Schleimhautbarriere, aber auch verdauungsfördernde Maßnahmen.

Beispielsweise ist es wichtig, einem Magensäuremangel, ebenso wie eine reduzierte Bildung von Bauchspeicheldrüsenenzymen entgegen zu wirken. Beide ziehen eine unvollständige Verdauung von Nahrungsbestandteilen nach sich. Hierdurch können Eiweiße ­– die normalerweise im Verdauungsprozess denaturieren – ihr allergenes Potential behalten. Die Folge ist ein erhöhtes Sensibilisierungsrisiko. Die Bauchspeicheldrüsenenzyme sind darüber hinaus am Abbau von im Verdauungstrakt gebildeten IgE-Antikörpern beteiligt.

Eine gute Möglichkeit alle Verdauungsprozesse zu stimulieren, ist die Einnahme von Bitterstoffen. Mit der Artischocke lässt sich insbesondere der Gallenfluss anregen. Die Gallenflüssigkeit stellt das Transportmedium für auszuscheidende Gifte dar, was sich zusätzlich positiv auf die Leberentgiftung auswirkt.

Allergien aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Die TCM versucht, die energetische Balance im Körper aufrecht zu halten. Das sogenannte "gesunde Qi" – die Abwehrkraft – soll so gestärkt werden, dass äußere pathogene Einflüsse schlechter angreifen können.

Im Fall der Allergie ist das Qi des Körpers generell zu schwach, um pathogene Faktoren abzuwehren. Auf die saisonale allergische Rhinitis übertragen, übernehmen die Pollen die Rolle der pathogenen Faktoren. Aufgrund der von ihnen ausgelösten entzündlichen Reaktionen, werden sie in der TCM als pathogene "Hitze-Faktoren" gesehen. Sie werden durch das Medium "Wind" über Poren und Schleimhäute in den Körper eingeschleust. Daraus entsteht, was die TCM "Wind-Hitze" nennt.

Die verursachten Störungen betreffen besonders die Sinnesorgane Nase, Rachen und Augen. Nase und Rachen gehören nach der TCM zum Funktionskreis der Lunge, die Augen zum Funktionskreis der Leber. Die asthmatischen Reaktionen beim allergischen Asthma sprechen daher für eine Schwäche im Funktionskreis der Lunge.

Ebenso die Tatsache, dass die pathogenen Faktoren über Haut und Schleimhäute in den Körper eindringen. Es bedeutet, dass das von der Lunge regierte sogenannte "Verteidigungs-Qi" zu schwach ist um pathogene Faktoren abzuwehren. Das Verteidigungs-Qi entspricht aus Sicht der westlichen Medizin dem unspezifischen Immunsystem.

4. Heilpilze bei Allergien

Mykotherapie – Die Wirkung einzelner Heilpilze bei allergischen Erkrankungen

In der TCM ist der Einsatz medizinisch wirksamer Pilze seit Jahrhunderten fest verankert. Die Mykotherapie (Pilzheilkunde) bietet die Möglichkeit, das bei Allergien dysbalancierte Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem können die in den Pilzen enthaltenen Bioaktivstoffe für eine Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft des Körpers in Stresssituationen sorgen. Übermäßige Immunreaktionen können verhindert und ein geschwächtes Abwehrsystem kann angeregt werden. Medizinisch wirksame Pilze besitzen also einen regulativen Charakter.

β-Glukane, die starken Immunmodulatoren

Unter den verschiedenen Inhaltsstoffen der Pilze haben die sogenannten β-Glukane eine sehr bedeutsame Wirkung auf das Immunsystem. Sie gehören zu den stärksten Immunmodulatoren, die die Natur zu bieten hat. Sie wirken ausgleichend bei Immundysbalancen gerade im TH1-/TH2-System, die ja den meisten Allergien zugrunde liegen. Die β-Glukane werden durch Inhaltsstoffe wie Ergosterol (Vitamin D2) und Spurenelemente wie Zink und Selen unterstützt.

Medizinisch wirksame Pilze entgiften und sind besonders wirksam gegen freie Radikale

Heilpilze regen unsere Ausscheidungsorgane an, den Körper zu entgiften. Somit helfen sie dabei das Immunsystem von irritierenden Belastungen zu befreien. Sie verfügen zudem über sehr viele antioxidativ wirkende Enzyme. Das ist sehr wertvoll, da es bei allergisch ausgelösten Entzündungen zu einem massiven Anstieg freier Radikale kommt. Heilpilze enthalten zudem Triterpene, die eine starke antientzündliche Wirkung entfalten.

Pilzpulver vom ganzen Pilz statt Extrakte

Die beschriebenen Wirkungen der Heilpilze sind besonders bei Pilzpulver das aus dem ganzen Pilz (Mycel + Fruchtkörper) hergestellt wurde zu beobachten. Pilzpulverextrakte dagegen enthalten eine weniger große Bandbreite von Inhaltsstoffen.

Reishi – Einer der wichtigsten Basispilze bei allen Allergien

Die antiallergische und antientzündliche Wirkung des Heilpilzes Reishi basiert hauptsächlich auf den Triterpenen. Diese sind vor allem im Fruchtkörper und den Sporen enthalten. Sie können – wie die Erfahrung aus der naturheilkundlichen Praxis zeigt – die Histaminausschüttung im Körper drastisch reduzieren. Und gerade das Histamin ist an der Entstehung allergischer Symptome maßgeblich beteiligt.

Reishi hat der TCM zufolge einen sehr starken Leberbezug. Das heißt er unterstützt dieses wichtige Organ in seiner gesamten Funktion. Dies ist unter anderem für die Entgiftung des Körpers wichtig. Laut TCM sind die Augen ebenfalls dem Funktionskreis der Leber zugeordnet. Daher trägt der Reishi bei Allergien auch zur Reduktion von Symptomen im Bereich der Augen bei. Außerdem stärkt er die Bronchien und verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers. Dies hat sich bei allergischem und chronischem Asthma als besonders hilfreich erwiesen. Weiterhin reguliert Reishi das Immunsystem und besitzt eine ausgleichende Wirkung bei innerer Unruhe.

Hericium – Zweiter Basispilz bei Allergien

Der Heilpilz Hericium ist besonders interessant bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und dem Leaky Gut Syndrom, einer Störung der Schleimhautbarriere im Darm. Der Heilpilz fördert den gesunden Aufbau der Magen- und Darmschleimhaut. Hierdurch kann die Durchlässigkeit der Darmwand für Allergene gesenkt werden. Das Sensibilisierungsrisiko für Allergien ist dann geringer. Hericium schützt auch das Nervensystem und lindert Stresssymptome. Gerade etwa in der Behandlung der Neurodermitis ist das von besonderem Vorteil.

Weitere interessante medizinisch wirksame Pilze in der Allergietherapie

Der Heilpilz Pleurotus unterstützt den Hericium in seiner positiven Wirkung auf das Darmmilieu. Er entfaltet eine probiotische Wirkung, das heißt er trägt zum Aufbau einer gesunden Darmflora bei. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass der Pleurotus die Ansiedelung der physiologischen Milchsäure- und Bifidobakterien unterstützt. Über diese Bakterien wird das darmassoziierte Immunsystem trainiert und überschießenden Immunreaktionen entgegengewirkt.

Die physiologische Darmflora verdrängt auch histaminproduzierende Keime im Darm, die sich insbesondere nach Antibiotikagabe vermehrt ausbreiten können. Auch unterstützt der Pleurotus die Resorption von B-Vitaminen im Darm. Besonders Vitamin B6 ist essentiell für den Abbau von Histamin im Körper, da es als Co-Faktor für das histaminabbauende Enzym Diaminooxidase fungiert.

Der Heilpilz Polyporus zeichnet sich durch einen starken Bezug zum Lymphsystem aus und trägt zur Verbesserung der Lymphzirkulation bei. Das Lymphsystem unterstützt maßgeblich die Leber und die Nieren bei der Entgiftung und Ausleitung von Schlacken aus unserem Körper. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin und der sogenannten 5-Elemente-Lehre sind Nieren und Lymphsystem dem Element Wasser und der Zeit des Winters zugeordnet.

Daher ist im Winter auch die Behandlung der sogenannten allergischen Diathese so erfolgreich. In dieser Zeit erreicht man eine besonders tiefgreifende Reinigung der Lymphe und der Lymphknoten und zu dieser Zeit reagiert das Nieren-Blasensystem überaus ansprechend auf Entgiftungsmaßnahmen. Der Polyporus reduziert zudem auch die Schleimbildung beim allergischen Schnupfen und trägt – wie alle Heilpilze – zur Regulierung des Immunsystems bei.

Der Cordyceps hilft dem Körper ebenfalls bei der Entgiftung und zwar über die Niere. Er regt diese an und fördert damit die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen. Ebenso stärkt er den gesamten Funktionskreis Niere, zu dem auch die hormonproduzierenden Nebennieren gehören. Das ist auch bei Allergien von großer Bedeutung. Schließlich kann insbesondere bei Disstress die Funktion der Nebennieren hinsichtlich ihrer Cortisolausschüttung beeinträchtigt sein. Dies kann einen TH2-Shift – und damit ein erhöhtes Allergierisiko – begünstigen.

Der Cordyceps ist zudem eine gute Unterstützung zum Ausgleich der Psyche und des hormonellen Systems. Er zeigt eine lungenstärkende Wirkung und forciert die Abatmung des CO2 aus der Lunge. Zusammen mit dem Reishi kann er deshalb sehr gut bei allergischem Asthma eingesetzt werden.

Der Agaricus blazei murrill (ABM) ist ein bedeutender Pilz zur Regulierung des überschießenden Immunsystems. Er besitzt die höchste Konzentration aller Heilpilze an ß-Glukanen. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Allergien ist seine milzstärkende Wirkung. Das ist von großer Bedeutung, denn der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge ist ein schwaches Abwehr- bzw. Lungen-Chi für die allergischen Symptome verantwortlich. Einem erworbenen Lungen-Chi-Mangel liegt aber meist ein Milz-Chi-Mangel zugrunde und die Milz ist das zentrale Organ der Bildung von Chi überhaupt. Mit Hilfe des ABM kann das Milz-Chi aufgebaut und so allergischen Symptomen entgegengewirkt werden.

Last but not least: Der Heilpilz Maitake enthält ein antiallergisch wirkendes ß-Glukan, das Grifon D. Dieses Polysaccharid entfaltet eine dämpfende Wirkung auf eine zu starke TH2- Immunantwort. Studien konnten zeigten, dass die allergische Reaktionskaskade dadurch abgeschwächt wird: vermittelt über die Interleukine 4, 6 und 10, welche vor allem durch TH2-Zellen ausgeschüttet werden. Außerdem ist der Maitake durch seine stopfende Wirkung vorteilhaft bei Durchfällen, die durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursacht werden.

Therapiebeginn im Winter

Optimal für einen Therapiebeginn mit Heilpilzen ist die symptomfreie Zeit, also der Winter. Hier kann am besten einem Wiederauftreten der Pollenallergie entgegenwirkt werden. Darüber hinaus können aber auch akute Symptome mit medizinisch wirksamen Pilzen sehr effektiv gelindert werden.

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

Quellen

  • Dr. Andreas Kappl: "Medizinalpilze in der komplementären Onkologie"; Vortrag, 23 06 2006
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008
  • Wang NQ, Jiang LD, Zhang XM, Li ZX: "Effect of dongchong xiacaocapsule on airway inflammation of asthmatic patients"; Zhongguo zhong Yao Za Zhi 2007 Aug; 32(15):1566–8
  • Hiroshi Koda et al: "The Biologically Active Constituents of Ganoderma lucidum (Fr ) Karst Histamine Release – Inhibitory Triterpenes"; Chem. Pharm Bull , 33(4), 1367–1374 (1985)
  • Andrea T Borchers, Carl L: Keen, and M. Eric Gershwin: "Rheumatology, Allergy, and Clinical Immunology"; University of California – Davis School of Medicine, Davis, California 95616; Experimental Biology and Medicine, May 2004; 229: 393–406
  • Chang Y., Chang T., Chang CH, Yeh YC, Chen CW, Shieh B., Li C.: "Immunomodulatory effects of Agaricus blazei Murill in Balb/ cByJ mice"; J Microbiol Immunol Infect 200
  • Inge Werner: "Heilpilze aus China und ihre Rezepturen"; Verlag für ganzheitliche Medizin, 2009
  • Franz Schmaus: "Die Natur als Apotheke nutzen – Heilen mit Pilzen", NK Druck und Medien, 2010
  • www.ganzimmun.de
  • http://www.medizinfo.de/allergie/path/allergietypen.html