Pilzpulver vom ganzen Pilz

"Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt." - Sebastian Kneipp

Die ganzheitliche Philosophie von MykoTroph

Die Mykotherapie – das Heilen mit Pilzen – ist ein ganzheitliches, natürliches Heilverfahren. Ein wichtiger Grundsatz der Mykotherapie ist, dass sie den Menschen immer in seiner Ganzheit von Geist, Körper und Seele betrachtet. Der MykoTroph-Ansatz zur Anwendung der Heilpilze beruht daher auch auf der Philosophie der Ganzstofflichkeit, also dem Einsatz des ganzen Pilzes mit all seinen wertvollen In­halts­stoffen. Dabei bevorzugen wir Heilpilze, die in Deutschland angebaut und schonend verarbeitet werden sowie nach der EG BIO-Ver­ordnung zertifiziert sind. Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass dieser Ansatz viele Vorteile bietet.

Wertvolle Inhaltsstoffe für Ihre Gesundheit

Im Pilzpulver vom ganzen Pilz sind tausende Inhaltsstoffe enthalten. Es sind Stoffe der unterschiedlichsten Arten. Dazu gehören zum Beispiel Glykoproteine – die natürliche und auch effektivste Form der Polysaccharide –, Triterpene, Adenosine, Vitamine, Mineralien, essenzielle Aminosäuren und vor allem die sehr wichtigen Enzyme sowie viele weitere Inhaltsstoffe. Sie alle nehmen Einfluss auf den menschlichen Organismus. Das Phantastische dabei ist jedoch, dass sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen. Das bedeutet, dass die einzelnen wertvollen Inhaltsstoffe als Verbund arbeiten. Auf der einen Seite regen sie bestimmte Stoffwechselreaktionen im Organismus an, auf der anderen Seite hemmen sie bestimmte Prozesse. Dies ist ein sinnvolles und ausgewogenes Geschehen, das es uns ermöglicht, die Intelligenz der Natur voll und ganz für unser Wohlbefinden auszuschöpfen.

Pilze wirken ausgleichend und regulierend

Ist unser Körper zum Beispiel erschöpft oder mit Genuss- und Umweltgiften belastet, arbeitet das Immunsystem langsam und eher träge. In Studien an Krebspatienten beispielsweise konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Heilpilzpulver aus dem ganzen Pilz die Abwehrzellen wieder aktiviert. Dies geschieht allerdings nur, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Ein gesundes Immunsystem wird dagegen durch die Pilze nicht "überaktiviert". Reagiert es dagegen auf völlig harmlose Stoffe, wie zum Beispiel bei Allergien, dann sorgen die Heilpilze für die Herabregulierung dieser "überschießenden" Immunreaktion. Das bedeutet, dass Heilpilzpulver aus dem gan­zen Pilz adaptogen ausgleichend und regulierend wirkt und daher das Immunsystem wieder in die Balance bringt. Extrakte können dies aufgrund ihrer mehr oder weniger starken Einstofflichkeit kaum bewirken. Im Gegenteil können sie sogar das Ungleichgewicht noch ver­größern, was bei Autoimmunerkrankungen zu einer Verschlechterung führen kann.

Pilze als Katalysatoren

Beim therapeutischen Einsatz von Heilpilzen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass nur Erzeugnisse bester Qualität verwendet werden. Denn Pilzpulver vom ganzen Pilz ist aufgrund seines hohen Enzymgehaltes in der Lage, Giftstoffe im Körper aufzuspalten und ausscheidungsfähig zu machen. Aus diesem Grund sollten die Pilze ausschließlich aus BIO-zertifiziertem Anbau in Deutschland stam­men. So ist gewährleistet, dass in den einzusetzenden Pilzen keinerlei Gift- oder Schadstoffbelastungen vorliegen. Diese unbelasteten Pilze wirken dann wie ein Katalysator und entziehen dem Körper die Giftstoffe. Bei der Entgiftung sind besonders die Enzyme, die im Pilzpulver vom ganzen Pilz reichlich enthalten sind, von entscheidender Bedeutung. Demgegenüber haben Extrakte aufgrund ihres Enzym­mangels die Fähigkeit zur Entgiftung verloren, denn die Enzyme werden bei einer Temperatur ab 40° C weitgehend zerstört. Für die Extraktion sind aber – je nach Verfahren – Temperaturen von bis zu 100° C erforderlich.

Naturreiner BIO-zertifizierter Anbau und schonende Verarbeitung

Daher ist uns auch die Anwendung des Pulvers aus dem ganzen Pilz so wichtig. Um so viele wertvolle Inhaltsstoffe wie möglich in einem Pilzpulverpräparat zu erhalten, ist eine erntefrische und schonende Trocknung bei bis maximal 35° C die Voraussetzung. So ist sicher­ge­stellt, dass auch die hitzelabilen Inhaltsstoffe der Heilpilze – wie zum Beispiel Enzyme und Proteine – bewahrt werden!

Die Inhaltsstoffe und ihr Nutzen im Detail

Welche Vielzahl an unterschiedlichen Inhaltsstoffen im Pulver des ganzen Pilzes steckt und welchen Nutzen sie für unser Wohlbefinden haben, möchten wir im Folgenden aufzeigen.

Triterpene

Die Triterpene gehören zu den wirkungsvollsten Inhaltsstoffen der Heilpilze. Man findet sie überwiegend im Fruchtkörper und zwar haupt­sächlich in den Lamellen und den Sporen des ausgereiften Pilzhutes. Das Wirkungsspektrum der Triterpene ist sehr breit. Sie können antikarzinogen, antiviral, antibakteriell, fungizid und antioxidativ wirken. Zu den Triterpenen zählen Moleküle wie die Steroide, das Vitamin D und die Gallensäuren.

Glykoproteine, Polysaccharide

Die Polysaccharide (ß-Glykane) gehören zur Familie der langkettigen Kohlenhydrate, die aus vielen Einzelzuckern zusammengesetzt sind. Die Konzentration der Polysaccharide (Mehrfachzucker) in den Heilpilzen hängt vom Entwicklungsstand des Fruchtkörpers ab. Mit der Entwicklung und dem Wachstum des Fruchtkörpers erhöht sich auch ihre Aktivität. Der Fruchtkörper enthält eine höhere Gesamt­menge sowie eine höhere Anzahl verschiedener Polysaccharide als das Myzel (Pilzgeflecht im Boden) alleine. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass eine Mischung aus verschiedenen Polysacchariden das Immunsystem stärker beeinflusst. Je höher das molekulare Gewicht und je verzweigter die Struktur, desto größer ist ihre antitumorale Wirkung. Glykoproteine sind hochmolekulare und komplexe Moleküle aus ß-Glykanen (Polysaccharide) und Proteinen. Die Wirkung des Glykoproteins ist höher als die alleinige Wirkung des ß-Glykans. Die Glykoproteine zeichnen sich durch eine immunmodulierende und antitumorale Wirkung aus. Durch die Extraktion wird der Proteinfaden der Glykoproteine zerstört und übrig bleiben die unstrukturierten Polysaccharide. Deren Größe reduziert sich durch Er­hitzen und somit reduziert sich auch die Bandbreite und Stärke der Wirkung proportional.

Enzyme

Im Grunde genommen sind fast alle Lebensvorgänge auf Enzymreaktionen zurückzuführen. So spielen sie eine wichtige Rolle bei der Zellatmung und fördern unsere Lebensenergie. Bildlich gesprochen könnte man sogar sagen, dass sie der Zündfunke oder die Dreh­scheibe des Lebens sind. Es gibt Enzyme, die der Körper selbst herstellen kann und Enzyme, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Insgesamt werden die verschiedenen Stoffwechselprozesse von über 5.000 unterschiedlichen Enzymen und den sie unter­stütz­en­den Vitaminen und Mineralstoffen beeinflusst. Pilze sind generell sehr enzymreich. Bei Pulver aus dem ganzen Pilz, das schonend ge­trocknet wurde, bleiben die in den ganzen Pilzen enthaltenen Enzyme intakt. Enzyme sind Biokatalysatoren, die extrem hitzelabil sind und schon ab einer Temperatur von 40° C völlig zerstört werden. Bei den Enzymen der Pilze handelt es sich einerseits um antioxidative Enzyme wie Superoxiddismutase (SOD), Glutathion (GSH) und Laccase. Weiterhin um Enzyme, die bei der Unterdrückung der Zellproli­fera­tion mitwirken (Glukose-2-Oxidase und Protease) sowie um Enzyme, die an der Entgiftung des Organismus beteiligt sind (Per­oxi­dasen, Monoxygenasen, Dehydrogenasen und Reduktasen). Bei der Heißwasserextraktion werden alle diese Enzyme zerstört.

Enzyme und Krebs

Immer wenn im Körper ein Enzymsystem fehlt oder in Unordnung gekommen ist, gerät der Stoffwechsel aus der Balance. Während das Blut gesunder Menschen reich an Enzymen ist, führen Krankheiten zu einem Mangel daran. Den bei weitem niedrigsten Enzymgehalt im Blut weisen in der Regel Krebspatienten auf! Hier wird wieder ersichtlich, wie gerade bei einer so schweren Krankheit wie Krebs, das Pilz­pulver vom ganzen Pilz den Extrakten weit überlegen ist.

Entgiftung

Wir wissen von den Pilzen, dass sie Giftstoffe – sowohl die fett- als auch die wasserlöslichen – aufspalten, in ihrer Struktur verändern und daher in eine ausscheidungsfähige Form umwandeln können. Pilze sind sehr enzymreich und besitzen – und das ist einmalig – nicht nur die für die Phase I, sondern auch die für die Phase II der Entgiftung notwendigen Enzyme bzw. unterstützen unsere eigenen Ent­gif­tungs­systeme wie Glutathion und SOD. In der Phase I werden die Gifte zerlegt, wobei sehr viele freie Radikale entstehen. Durch ihre anti­oxidative Wirkung können die Pilze die schädliche Wirkung dieser freien Radikale aber abfangen. Erst mit den Enzymen der Phase II werden die aufgeschlossenen Gifte dann in eine ausscheidungsfähige und somit unschädliche Form transformiert. Auch in unserem Orga­nismus findet ständig ein Entgiftungsprozess statt. Insbesondere aber in Stress-Situationen und während einer Krankheit läuft dieser Prozess auf Hochtouren. Das Heilpilzpulver vom ganzen Pilz unterstützt den Organismus mit verschiedenen Enzymen, die den Entgiftungsprozess ankurbeln. Außerdem stimulieren die Inhaltsstoffe (z. B. Triterpene) der ganzen Pilze die körpereigenen Entgiftungs­sys­teme. Um den größtmöglichen Nutzen von diesen Enzymen zu haben, dürfen die Heilpilze bei der Verarbeitung zu Pilzpulver nicht über 35° C erhitzt werden, denn sonst werden die Enzyme zerstört. Da Extrakte jedoch oft mit Heißwasserauszügen, für die je nach Ver­fahren Temperaturen von bis zu 100° C erforderlich sind, hergestellt werden, sind dort kaum noch Enzyme vorzufinden. Sie können somit auch die Entgiftungsleistung im Körper nicht mehr fördern. Gerade Krebspatienten fehlen aber die eigenen antioxidativen Enzym­sys­teme wie Glutathion und SOD!

Vitamine und Mineralstoffe

Pilzpulver vom ganzen Pilz ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen; wahrscheinlich enthält es jedes Mineral seines Wachs­tums­subs­tra­tes. Deshalb ist es sehr wichtig, auf welchem Substrat die Pilze angebaut werden. In großen Mengen findet man Kalium und Phosphor und in kleinen Mengen Kalzium und Eisen sowie auch Spurenelemente wie Kupfer und vor allem auch Selen.

Pilze sind auch reich an Vitaminen. Besonders die Gruppe der B-Vitamine (B1, B2, B3, B6, B12) ist hervorzuheben. Auch die Vitamine D und E sind in den Pilzen enthalten. Einige Pilze enthalten auch die Vitamine A und C; allerdings nur in geringen Mengen. Wir benötigen diese verschiedenen Vitamine, um unsere Enzyme zu unterstützen. Bei der Herstellung von Extrakten gehen jedoch alle nicht hitze­be­ständi­gen Vitamine größtenteils verloren. Da die Extrakte fast immer aus Pilz-Myzel hergestellt werden, das nur auf Getreide wächst, fehlen ihnen zudem viele der in Pilzen enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente.

Chitin

Ein weiterer interessanter Inhaltsstoff des Pilzpulvers vom ganzen Pilz ist das Chitin, ein ubiquitäres Polysaccharid, das in Pilzen, Insek­ten und Parasiten vorkommt. Um Chitin abzubauen, hat der menschliche Organismus das Enzym Chitinase entwickelt, welches sich in aktivierten Makrophagen befindet. Die Makrophagen reagieren auf Chitin wie auf einen Erreger. Daher übt Chitin auf unser Immun­sys­tem eine anregende sowie trainierende Wirkung aus, um Parasiten besser bekämpfen zu können. Gleichzeitig reduziert Chitin die Fett­re­sorption im Darm und ist daher hilfreich für eine schlanke Linie. Durch Chitin wird auch weniger Cholesterin über den Darm auf­ge­nom­men, wodurch es auch zur Cholesterinsenkung beiträgt.

Das Chitin in den Pilzen enthält außerdem Glucosamin. Glucosamin ist der Grundbaustoff für Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochen­struk­tu­ren. Es wird im Körper zur Reparatur und zum Wiederaufbau geschädigter Knorpel in den Gelenken und in der Wirbelsäule be­nötigt. Es schützt die Gelenke und wirkt sich positiv auf die Erhaltung beweglicher Gelenke aus. Chitin wird durch das Enzym Chitinase, welches im menschlichen Organismus vorkommt, aufgespalten und zu N-Acetylglucosamin umgewandelt. Bei jungen und gesunden Menschen stellt der Körper selbst genügend Glu­co­sa­min her, um die Gelenke funktionsfähig zu halten. Bei älteren Menschen wird Glu­co­sa­min nicht mehr in ausreichender Menge hergestellt und sollte täglich zugeführt werden.

Chitin hat eine sehr große Oberfläche und ist somit in der Lage sogar Radioaktivität aufzunehmen und auszuscheiden. Chitin ist daher sehr wertvoll für unser Wohlbefinden.

Das Zusammenspiel der aktiven Inhaltsstoffe des ganzen Heilpilzes

Heilpilze werden sehr gerne empfohlen, wenn es um die Entgiftung des Organismus geht. Wie wirkungsvoll die verschiedenen Inhalts­stoffe ineinander greifen, sei hier am Beispiel der Entgiftung über die Leber gezeigt.

Viele unterschiedliche Substanzen der Heilpilze setzen an dieser Stelle an. Die Triterpene sind Bitterstoffe und regen den Gallenfluss an. Sie haben leberschützende Eigenschaften sowie eine anregende Wirkung auf die Bildung von für die Entgiftung wichtigen Enzymen. Die Pilze unterstützen die Entgiftung dadurch, dass sie einerseits selber die Enzyme bereitstellen, die an der Entgiftung mitwirken, und an­derer­seits die Bildung von Enzymen in der Leber anregen. Hieran lässt sich die Bedeutung der Ganzstofflichkeit beispielhaft erkennen.

Die Menschen glauben oft, dass sie bessere Mittel herstellen können als die Natur sie uns in ihrer Weisheit bereitstellt. Dabei verkennen sie aber leicht, dass noch gar nicht alle Stoffe bekannt sind. Auch wie sich die einzelnen Stoffe gegenseitig potenzieren oder ab­schwäch­en ist weitgehend unerforscht. Die Natur hat dafür Millionen von Jahren Zeit gehabt und schenkt uns alles, was wir brauchen. BIO-zerti­fiziertes Pilzpulver aus dem ganzen Pilz ist daher die natürlichste und wertvollste Form der Heilpilzeinnahme!

Quellen

  • Prof. Dr. Jan I. Lelley: "Die Heilkraft der Pilze"; B O S S Druck und Medien GmbH, Goch; 2008
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel-Druck, 2008
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  • Gorovoj L. F.: "Useful properties of chitin of medicinal mushrooms"; 6th International Medicinal Mushroom Conference, Zagreb/Kroatien, September 2011

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.