Diabetes Typ 2: "Honigsüßer Durchfluss" Eine Volkskrankheit unseres modernen Lebenswandels

von MykoTroph Team (Kommentare: 0)

Allein in Deutschland sind bereits rund 7,5 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Die überwiegende Mehrzahl davon leidet an Diabetes Typ 2. Tendenz steigend. Beim Diabetes mellitus, auch Diabetes Typ 2 genannt, handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher der Zuckerstoffwechsel entgleist und dadurch der Blutzucker erhöht ist. Er stellt kein einheitliches Krankheitsbild dar, sondern ist ein Syndrom mit unterschiedlicher Ätiologie und Pathogenese. Gekennzeichnet wird der Diabetes Typ 2 durch eine Hyperglykämie (Überzuckerung). Ursachen können aus einer erblichen Disposition, falscher Ernährung und Bewegungsmangel resultieren. Typische Symptome sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit.

Die Nahrungsaufnahme

Unsere Nahrungsenergie nehmen wir in Form von Fetten, Eiweißen oder Kohlenhydraten zu uns. Kohlenhydrate stellen eine schnell verfügbare, beliebte Energiequelle dar. Im Verdauungstrakt werden sie zu einfachen Zuckermolekülen umgebaut. Dieser Zucker ist unser Hauptbrennstoff, den der Körper entweder sofort zur Energieproduktion verwendet oder als Glykogen in der Leber und in den Muskeln speichert. Ist der Energiebedarf gedeckt und die Speicherkapazität in Leber und Muskeln erschöpft, wird überschüssige Glukose als Fett (Triglyzeride) gespeichert.

Insulin und Glukagon

Bei Insulin und Glukagon handelt es sich um zwei hormonelle Gegenspieler, die den Blutzucker regulieren.

Insulin hat im Körper zwei wichtige Funktionen:

1.Senkung des Blutzuckerspiegels: Insulin wird in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet und bei Bedarf ins Blut abgegeben. Es transportiert den Zucker aus dem Blut in die Zellen. Durch Aktivierung der Insulinrezeptoren werden Muskel- und Fettzellen stimuliert, Glukose in die Zellen hineinzulassen. Zum anderen hemmt das Insulin die Glukose-Freisetzung aus der Leber. Steigt nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel an, erhöht sich auch die Insulinausschüttung.

2. Einfluss auf den Fettstoffwechsel: Die Nahrung wird nach Aufnahme in ihre Bestandteile zerlegt.

a. Fettspeicherung: Fette sind Verbindungen aus Glyzerin und drei verschiedenen Fettsäuren. Bei der Verdauung von Fetten werden die Fettsäuren von ihrem Verbindungsstück, dem Glyzerin, abgetrennt und die Fettsäuren als Fettreserven gespeichert. Insulin regt die Aktivität verschiedener Enzyme an, die zur Spaltung der Nahrungsmoleküle nötig sind. Das Enzym Lipoproteinlipase hat die Aufgabe, die Fette zu zerlegen und die Fettsäuren in Form von Triglyzeriden zu speichern. Somit wird das Volumen der Fettzellen (Adipozyten) vergrößert. Auch die Insulinrezeptoren der Fettzellen vermehren sich. Folge: mehr Insulin wird benötigt und ausgeschüttet, denn sonst wird die Zelle nicht ausreichend versorgt. Außerdem hemmt Insulin ein anderes Enzym, die Triglyzeridlipase, die für den Abbau der Fettreserven (Lipolyse) zuständig ist.

b. Glukosespeicherung als Fettreserven: Wenn die Glukosemenge nach einer Mahlzeit höher ist als vom Organismus benötigt, wird unter dem Einfluss der Lipoproteinlipase diese Restglukose in Fett umgewandelt, das in den Fettzellen gespeichert wird. Es liegt also ein Missverhältnis zwischen Energiezufuhr und -verbrauch vor. Das führt dazu, dass die mit der Nahrung aufgenommenen überschüssigen Kohlenhydrate und Fette nicht mehr verbrannt, sondern in die Fettdepots transportiert werden.

Glukagon ist der Gegenspieler des Insulins, wird in den Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet und wirkt im Körper genau entgegengesetzt zu Insulin. Glukagon hebt den Blutzuckerspiegel, indem es den Abbau von Glykogen in der Leber steigert, und fördert den Fettabbau. Steigt der Blutzuckerspiegel, wird die Ausschüttung von Glukagon gehemmt; bei niedrigem Blutzuckerspiegel ist die Sekretion hingegen gesteigert. So wird vom Körper für einen Ausgleich gesorgt. Aber mit wachsender Menge an Körperfett sind immer höhere Insulinspiegel notwendig. Auf die Dauer kann dadurch die Bauchspeicheldrüse überbeansprucht werden und sich erschöpfen. Die Menge an produziertem Insulin sinkt, es kommt zu einem Insulinmangel. 

Stoffwechsel und Heilpilze

Unser Organismus ist ständig bemüht, seinen anabolen und katabolen Stoffwechsel auszugleichen. Katabol bedeutet den Abbau von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten. Insulin hingegen hat eine anabole (gewebeaufbauende) Wirkung. Ist die Zelle mit Glukose gesättigt, bedarf sie des Insulins nicht mehr. Ein Überangebot an Kohlenhydraten erhöht natürlich auch die Menge des ausgeschütteten Insulins.

Der Hyperinsulinismus setzt aber den Teufelskreis der Adipositas weiter in Gang. Es zeigt sich, dass mit Diabetes oft eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und Adipositas assoziiert sind, was sich dann im Metabolischen Syndrom manifestiert. Dies erkennt man an folgenden Parametern:

1. Essenzieller Bluthochdruck mit konstanten Werten

2. Dyslipoproteinämie mit entsprechenden Blutwerten:

• Triglyzeride erhöht

• HDL-Cholesterinwerte zu niedrig

• Homozysteinwert zu hoch

3. Missverhältnis im Zuckerstoffwechsel (Typ-2-Diabetes)

4. Adipositas: Cholesterin ist bei der Bildung von Kortison beteiligt. Kortison wirkt blutzuckersteigernd und erhöht die Beladungskapazität der Fettzellen. Ein Zuviel regt auch in der Leber die Zellen an, aus Milchsäure und Eiweißbausteinen neue Glukose zu bilden. Dadurch steigt natürlich der Blutzucker. Das führt zum Übergewicht.

Es liegt folgender Regelkreislauf vor:

Ein überhöhter Insulinausstoß führt, sobald die Glukoseüberschüsse als Fett deponiert sind, in den Pausen zwischen dem Essen - und zwar besonders in der Nacht - zu einer Hypoglykämie. Diese kann dann nur durch eine starke Glukoneogenese (Neubildung von Zuckermolekülen) abgefangen werden. Die Glukoneogenese erfordert aber wiederum eine hohe Kortikosteroidproduktion sowie auch eine erhöhte Aktivität des cAMP-Systems in der Leber. Der Fettsüchtige benötigt das Insulin also nicht nur, um den mit der Nahrung zugeführten, sondern ebenso auch um den durch die eigene Glukoneogenese aus Proteinen produzierten Kohlenhydratüberschuss zu Fett zu transformieren. An dieser Stelle kommen die regulierenden Heilpilze ins Spiel. Es werden verschiedene medizinisch wirksame Pilze mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zur Regulierung des Diabetes eingesetzt.

Maitake (Grifola frondosa)

Er ist einer der bedeutendsten Pilze zur Behandlung von Diabetes. Rezeptoren werden von den Zellen aktiv auf- oder abgebaut, je nachdem was die Zelle gerade benötigt. Durch seine Wirkungsweise wird eine Regulation der Insulinrezeptoren erzielt. Das bewirkt eine Erhöhung der peripheren Sensibilität für das Insulin. Auch verbessert er die Fettverbrennung und hilft, die Störungen des Fettstoffwechsels in der Leber zu beseitigen und das Fett abzubauen. So können die Zellen den Zucker wieder besser aufnehmen und verarbeiten. Für diesen Effekt verantwortlich ist die D-Fraktion, eine Komponente des Maitake.

Coprinus comatus (Schopftintling)

Die Aktionen des Coprinus comatus äußern sich in einer Schutzwirkung auf die insulinproduzierenden B-Zellen des Pankreas. Die im Coprinus enthaltenen bioaktiven Polysaccharide erzielen eine stark blutzuckersenkende Wirkung. In Studien wurde z. B. ermittelt, dass sich die Glykämie bereits 90 Minuten nach der Einnahme um circa 41 Prozent verringerte. In besonderem Maße trägt auch das im Coprinus enthaltene Vanadium, das scheinbar insulinähnlich wirkt, dazu bei. Wichtig ist aber, dass Vanadium nicht isoliert zugeführt, sondern mit dem Pulver des gesamten Pilzes eingenommen wird.

Ergänzend ist auch der Auricularia ein interessanter Heilpilz bei Diabetes Typ 2

Dieser Heilpilz senkt das Gesamtcholesterin und die Triglyzeride (Sheng & Sheng, 1998). Als Folge der Störungen des Zuckermetabolismus bei Diabetes wird das Blut koagulierbarer, aggregierbarer, konzentrierter und visköser, was zu Verdickungen der Kapillaren sowie zu Mikrozirkulationsstörungen führt. Die antiaggregativen Aktivitäten des Auricularia verbessern die Fließfähigkeit des Blutes und helfen so auch, den Blutdruck zu senken.

Nopalsaft

Zusätzlich wird die tägliche Einnahme eines Esslöffels Nopalsaft (Saft der Kaktusfeigenfrucht) dreimal täglich mit etwas Wasser verdünnt vor jeder Mahlzeit empfohlen. Nopalsaft hemmt ein Ansteigen der Glukose- und Insulinkonzentration und bewirkt somit die Reduzierung des Cholesterin- und Triglyzeridanteils im Blut. Es wird vermutet, dass diese Wirkung durch den Enzymkomplex Glukose-6-Phosphat-Isomerase in Verbindung mit Pektin, Zell- und Ballaststoffen entsteht. Wird Nopal-Saft verabreicht, darf kein Insulin vor dem Essen gespritzt werden. Ebenso dürfen aber auch keine blutzuckersenkenden Tabletten vor dem Essen eingenommen zu werden.

Polyporus umbellatus

Treten durch Herz- oder Nierenschwäche Ödeme auf, hat sich die zusätzliche Gabe des Pilzes Polyporus umbellatus (Eichhase) bewährt. Im Gegensatz zu den meisten Entwässerungstabletten verhindert er Flüssigkeitsansammlungen, ohne dabei das wertvolle Kalium auszuscheiden.

Normalgewichtige Diabetiker

Dass es allerdings auch schlanke Typ-2-Diabetiker gibt, die offenbar keine Kohlenhydratproblematik haben, lässt sich am besten aus den Erfahrungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) erklären: Die Ursachen dieses Diabetes liegen laut TCM hauptsächlich in einem Yin-Mangel, der u. a. durch unregelmäßige Nahrungsaufnahme, zu viele fetthaltige, scharfe und süße Lebensmittel oder Alkohol gefördert wird. Diese schädlichen Einflüsse erzeugen im Körper Hitze. Durch die Hitze werden Körperflüssigkeiten verbraucht; es entsteht ein Hunger- oder Durstgefühl. Außerdem werden dadurch die Lungenflügel und die Nieren nicht mehr ernährt und befeuchtet. Die bei Diabetes vorkommenden pathologischen Veränderungen sind immer Yin-Mangel und trockene Hitze. Lang anhaltende emotionale Störungen können zum Entstehen dieses Diabetes beitragen, indem sie den Fluss des Qi hindern. Übermäßiges Grübeln beschädigt die Milz, während Zorn, Groll und Frustration zu stagnierendem Leber-Qi führen. Dieses wandelt sich in inneres Feuer um, welches wiederum das Yin der Lungenflügel und des Magens verbraucht. Um diesen Diabetes aus Sicht der TCM zu behandeln, muss das Yin gestärkt und die Hitze beseitigt werden. Dies geschieht hauptsächlich durch eine Änderung der Lebensweise und der Ernährung.

Folgende Pilze kommen hier in der Behandlung zum Zuge:

Liegt ein Yin-Mangel der Niere vor, wird der Cordyceps sinensis (Chinesischer Raupenpilz) eingesetzt, der die Niere wieder regeneriert. Außerdem stärkt er das Lungen-Yin. Um Niere und Pankreas zu unterstützen, wird der Coprinus comatus zur Regeneration und Blutzuckersenkung gegeben. Der Reishi hat einen besonderen Bezug zur Leber und dient sowohl deren Regeneration als auch der allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens. Er entspannt auch das Leber-Qi, wenn es durch emotionale Belastungen stagniert ist. Außerdem kann dieser Pilz Hitze ausleiten.

Wenn durch eine Nierenschwäche oder herzschwächende Mittel (Medikamente) Wassereinlagerungen entstanden sind, wird der Polyporus zur Entwässerung eingesetzt. Interessant ist auch der Agaricus blazei murill (ABM). Dieser Heilpilz enthält polymere Polysaccharide, Zellulose, Pektin, Chitin und Chitosan. Diese Substanzen stimulieren die Insulinproduktion nicht, bremsen aber vor allem die intestinale Aufnahme von Zucker. ABM enthält auch Linolsäure, die zur Kontrolle der Nebenwirkungen des Diabetes und zur Reduzierung der Hypercholesterinämie beiträgt. Linolsäure ist zudem wichtig für viele lebensnotwendige, energieverzehrende Prozesse und liefert Energie für die Entgiftung und Regulation des Säure-Basen-Haushaltes.

Abschließend ist zu erwähnen, dass zu einer umfassenden Behandlung des Diabetes auch zusätzlich die Gabe von Niacin (Vitamin B3), Chrom und Zink gehört. Diese kommen in den Pilzen reichlich vor. Vitamin B3 ist zusammen mit Chrom für die Bildung des Glukosetoleranzfaktors (GTF) verantwortlich. GTF ist eine Substanz, die zusammen mit Insulin den Blutzuckerspiegel reguliert. Chrom erhöht die Anzahl der Insulinrezeptoren und verbessert die Wirkung des Insulins. Durch Zink werden die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse gestärkt. Im Einzelfall müssen diese Mineralien bei Mangel zusätzlich verabreicht werden.

Wichtig:

Während der Therapie mit Heilpilzen keine Zuckertabletten oder Insulinspritzen vor dem Essen! Nach zwei Stunden wird der Blutzuckerspiegel gemessen und dann entsprechend Insulin zugeführt. So kann unmittelbar auf den vorhandenen Ist-Zustand des Glukosestoffwechsels und -spiegels eingegangen und eine Über- oder Unterzuckerung vermieden werden.

Hinweis:

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde.

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