Allergien beim Tier

Wie bei uns Menschen, so hat auch die Zahl der Allergiker bei unseren Haus- und Großtieren in den letzten Jahren erheblich zugenom­men. Ursachen hierfür sind zunehmende Umweltverschmutzung, allergieauslösende Substanzen in Futter- und Arzneimitteln, Chemi­kalien in Reinigungs- und Waschmitteln und vieles mehr.

Generell kann jeder Stoff ein Allergieauslöser sein. Allergische Reaktionen werden beim Allergiker durch Stoffe aus der Umwelt ausgelöst, die beim Nichtallergiker, also dem gesunden Tier, keine Reaktionen hervorrufen.

Diese körperfremden Stoffe werden Allergene oder auch Antigene genannt. Der Kontakt mit einem Allergen erfolgt über die Haut, den Atmungstrakt, den Magen- und Darmtrakt, durch Einnahme oder Injektion.

Das Bild der Allergie kann sehr vielfältig sein. Es zeigt sich in ausgeprägten Hautproblemen, therapieresistenten Ohrenentzündungen, Magen- und Darmerkrankungen (Erbrechen, Durchfall und Blähungen) oder nicht ausheilender Bronchitis.

Im medizinischen Sinn ist eine Allergie eine Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus gegen Substanzen aus der Umwelt. Die natürliche Schutzreaktion des Körpers gegen Eindringlinge ist außer Kontrolle geraten und funktioniert falsch. Das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen zu unterscheiden. Der Körper wehrt sich gegen harmlose Substanzen mit einer Abwehrreaktion.

Grundsätzlich gilt für Allergien, dass oft eine erbliche Disposition vorhanden ist, prinzipiell aber jedes Tier zum Allergiker werden kann. Voraussetzung für das Auftreten einer Allergie ist immer eine gestörte Regulation des Immunsystems.

Etwa 80 Prozent des Immunsystems sind dem Darm zugeordnet. Es schützt den Organismus vor Krankheitserregern und entarteten Zellen.

Durch Bakterien, falsche, nicht artgerechte Ernährung, Toxine, Arzneimittel oder Wurmkuren gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Gute Keime werden geschädigt und  schlechte breiten sich aus. Schadstoffe können nicht mehr ausreichend abgewehrt werden. Die Darmwand wird durchlässiger und es entstehen entzündliche Veränderungen und giftige Stoffwechselprodukte.

Blähungen, Aufstoßen, Darmkrämpfe und übel riechender, schmieriger Stuhl sind erste Anzeichen für eine geschwächte und gestörte Darmflora. Ist der Darm geschwächt, verliert das Immunsystem an Stärke und es kommt zu überschießenden Abwehrreaktionen, also Allergien. 

Zu den häufigsten Allergiearten bei unseren Tieren zählen:

  • atopische Dermatitis (atopisches Ekzem)

  • Flohspeichelallergie

  • Futtermittelallergie / -unverträglichkeiten

  • Futtermilbenallergie

  • Hausstaubmilbenallergie

  • Pollenallergie

  • Schimmelpilzallergie

Bei einigen Allergenen lässt sich der Kontakt vermeiden, bei anderen Allergenen, wie zum Beispiel der Hausstaubmilben- oder Pollen­allergie lässt sich der Kontakt nicht vermeiden. In diesen Fällen bietet der Einsatz von Heilpilzen Tieren mit Beschwerden Symptom­lin­der­ung und eine gute Lebensqualität.

Die Basispilze bei Allergien sind der Reishi und der Hericium. Der Reishi vermindert die Histaminausschüttung, was sich wohltuend auf allergische Reaktionen auswirkt. Seine kortisonähnliche Wirkung lindert Entzündungen an der Haut und den Schleimhäuten. Er stärkt die Lunge und das Herz, hat somit einen positiven Einfluss auf die Sauerstoffversorgung des Körpers, was wichtig bei allergischem Asthma ist. Hericium fördert den Aufbau der Darmschleimhaut, so dass allergieauslösende Stoffe aus Futtermitteln die Darmwand nicht so leicht passieren können. Dies ist vor allem bei der atopischen Dermatitis und Futtermittelallergien sehr hilfreich. Der Polyporus zeigt eine gute Wirkung bei geschwächtem Lymphsystem, ist hilfreich bei Kontaktallergien und atopischem Ekzem. Der Pleurotus fördert die Besiedlung der Magen-Darmschleimhaut mit probiotischen Bakterienkulturen, was nach einer Antibiotika-Therapie von Nutzen ist.

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Tier-Therapeuten beraten.